Es hat sich ausgetindert! Wenn wir ehrlich sind: Ist die Singlewelt auf Tinder einfach schon abgewildert. Coole Jungs und smarte Männer sind dort einfach nicht mehr zu finden. Und wenn, dann sind sie nicht an einer Beziehung interessiert. Die Dating-App „Once“ möchte daher die Tindernachfolge übernehmen und setzt dabei auf Minimalismus statt einem Single-Überfluss.

Eine InStyle-Redakteurin hat getestet, was die neue Dating-App wirklich kann:

Der Test

Knapp zwei Wochen ließ ich die App auf dem Handy laufen. Mit Facebook verbunden, war die App schnell installiert. Dabei kann man einstellen, was die App alles an Infos von Facebook bekommt. Bilder werden praktischerweise mit übertragen, können aber geändert werden. Das Profil ist schnell ausgefüllt.

Dann wird es spannend! Du kannst einstellen, wie dein Wunschpartner sein soll. Viele Optionen lässt „Once“ einem dabei aber nicht. Nur: Alter und Religion kannst du auswählen. Moment mal, Religion? Und die App soll weniger oberflächlich als Tinder sein...

Die Matches

Das Männeraussuchen übernimmt die App für mich. Täglich bekomme ich einen Partnervorschlag. „Heute ist dein Glückstag" heißt es allerdings dann ein paar Stunden später und ich komme in den Genuss eines zweiten Vorschlags.

Die App wirbt mit dem Slogan „Die einzige Dating-App, die dir täglich genau ein handverlesenes Match vorschlägt". Aber wie will die App nur anhand von Alter und Religion einen handverlesenen Partner für mich finden?

Es hat gematcht

Bild Kredit: brautkleider online 

Egal, jetzt wird gematcht. Der Vorschlag kommt, du entscheidest: ja oder nein. Sagst du ja, hast du die Möglichkeit deinem Match zu schreiben, auch wenn er dir noch kein Like gegeben hat. Aber diese Chance ist einmalig, danach kostet die Nachricht an ihn Geld (Zumindest so lange er dich noch nicht geliked hat). Mag er dich aber auch, ist eine Verbindung hergestellt bei der ihr kostenfrei schreiben könnt. Kompliziert! 

Weniger ist mehr? Not.

Es mag Menschen geben, die mit dem EINEN Match zufrieden sind. Ich aber bin Tinder gewöhnt. Mir ist das zu wenig Auswahl. Vor allem, da mir die meisten meiner Matches optisch nicht gefallen oder unsympathisch wirken. 

Leider sind die Jungs hier auch nur wenig gesprächiger oder einfallsreicher als bei Tinder. Oft bekomme ich nur ein „Hallo“ geschickt. Sorry, aber um mich zu erobern oder zumindest für ein Date zu begeistern reicht das nicht.

Zahlen, zahlen, zahlen

Will man mehr und dazu verführt der Minimalismus wirklich, dann muss man zahlen. Erwerben kann man in „Once“ Währung z.B. 5 Kronen für 4,99 Euro. Dafür kann man in der App Folgendes bekommen: 1 Krone = 1 Match. 1 Krone = eine Nachricht an eine Person, die dich nicht geliked hat. Und das ist ein gutes Geschäft, bei mittlerweile schon 1,5 Mio. Nutzern.

Die andere Seite

Wie geht es eigentlich den männlichen Nutzern? Einem meiner Matches geht es wie mir. Er findet: zu wenig Auswahl an potentiellen Partner und die Vorschläge, die er bekam waren nicht interessant bzw. passend. Ob er zahlen würde? – Nein, dann lieber zurück zu Tinder.

Resümee

Ich bin enttäuscht - und definitiv nicht verliebt. In zwei Wochen hatte ich zwei Matches und einen Chat. Wirklich minimalistisch. Da ist mir das Tinder-Swipen doch lieber und das geht auch ganz ohne bezahlen fast grenzenlos. Plus: Ich kann selbst entscheiden, wen ich attraktiv finde und wen nicht.

Siehe auch: hochzeitskleider schweiz kaufen